Küstenwache "Clandestino", heimlich, ohne alles, ohne Schuhe und mit nassem Hemd... So kommen die meisten illegalen Einwanderer am Strand an. Sie konnten nur eine
kleine Tasche oder Tüte mit auf das Schiff nehmen, oftmals ist die weg, verloren, im Wasser untergegangen, wenn sie am Strand ankommen. So ging es auch Omar. Alleine, voller Angst, ohne Spanisch zu können, ist er an den Strand geschwommen. Der Weg für viele Menschen aus Afrika, aber auch aus Lateinamerika führt über das Meer nach Europa. Die Küstenwache, die Polizei, die Staatsmacht bietet viel auf, um die Menschen abzufangen. Per Boot, per Hubschrauber, oder spätestens an Land, fangen
sie die Menschen ab und schicken sie augenblicklich zurück, wenn sie keine Papiere haben. Die Menschen aus Marokko, die von der spanischen Küstenwacht aufgegriffen werden, müssen sofort zurück. Doch immer mehr Menschen stammen aus Schwarzafrika, aus Zentralafrika und sie zurückzuschicken, käme einem Todesurteil gleich. Sie sind oftmals zu schwach und zu verzweifelt nach Tausenden von Kilometern, die hinter ihnen liegen. Die "Festung Europa" formiert sich an ihren äußeren Grenzen
in Spanien und Italien. So sieht also ein "weltoffenes Europa" aus? Die Lösungsmöglichkeiten für Einwanderung, Flüchtlinge und Migration muss vorher anfangen, nicht erst an der europäischen Grenze und nicht erst, wenn die Menschen am Strand ankommen... |