Strand Im Februar 2000 machte die Kleinstadt El Ejido bei Almeria, im Süden Spaniens gelegen, Schlagzeilen. Nach dem Mord an einer Spanierin, verübt von einem offenbar geistesgestörten
Marokkaner, ging die Bevölkerung zur Selbstjustiz über und zerstörte nahezu alles, was den Migranten aus Marokko gehörte. Ihre Unterkünfte, nur aus Stein, Lehm und Plastik notdürftig zusammengezimmert, wurden abgebrannt, ihre wenigen Habseligkeiten gingen verloren. Die gesamte Wut der Spanier wandelte sich in blinden Hass.
Der Reichtum der Region Almeria basiert maßgeblich auf der Arbeitskraft der Immigranten. Ohne sie könnte die Saisonarbeit in den Gemüseplantagen nicht
bewältigt werden. Viele der Immigranten arbeiten ohne Papiere, sie sind auch ohne Papiere in Spanien und haben daher keine Rechte und Möglichkeiten ihre Situation zu verbessern. Mittlerweile hat die lokale Regierung in El Ejido einige der Baracken durch Wohncontainer ersetzt. Dies allerdings erst aufgrund von massivem öffentlichem Druck und Medieninteresse. Dadurch wird deutlich, wie wichtig es ist, die Menschen nicht alleine zu lassen, sondern auch öffentliche Aufmerksamkeit kann schon
helfen. |